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Wie Hunde pflanzliche Inhaltsstoffe tatsächlich verdauen
Von Glendon Lloyd, Dip. Dog Nutrigenomics (Distinction), Dip. Canine Nutrition (Distinction) · Founder, Bonza
Reviewed by Veterinary Advisory Board
Last reviewed Februar 2026
Reading time ~21 min
Die Wissenschaft der Pflanzenverarbeitung bei Hunden – Von Genen zu Darmbakterien
Eine der häufigsten Fragen, die wir bei Bonza hören, ist trügerisch einfach: Können Hunde eigentlich pflanzliche Zutaten verdauen?
The question usually comes loaded with an assumption — that dogs are carnivores, that their digestive systems are designed exclusively for meat, and that plant-based food is somehow working against their biology.
Die Wissenschaft erzählt eine ganz andere Geschichte. In den letzten zehn Jahren hat eine Reihe bahnbrechender Studien – von der Genomforschung, die in Nature veröffentlicht wurde, bis hin zur umfassendsten Kartierung des Darmmikrobioms von Hunden, die jemals durchgeführt wurde – gezeigt, dass Hunde nicht nur ein, sondern zwei komplementäre Systeme zur Verarbeitung pflanzlicher Inhaltsstoffe besitzen. Das erste ist in ihrer DNA verankert. Das zweite lebt in ihrem Darm.
Zusammengenommen bedeuten diese Systeme, dass Hunde nicht nur tolerant gegenüber pflanzlichen Inhaltsstoffen sind. Sie sind genetisch und mikrobiell so angepasst, dass sie gut davon leben können.
Im Genom geschrieben: Wie die Domestizierung die Verdauung des Hundes veränderte
Die Geschichte, wie Hunde pflanzliche Nahrung verarbeiten, beginnt vor etwa 7.000 Jahren, in den Anfängen der Landwirtschaft.
In einer 2013 in Nature veröffentlichten bahnbrechenden Studie verglichen Axelsson und Kollegen von der Universität Uppsala die vollständigen Genome von Hunden und Wölfen.1 Sie identifizierten 36 Genomregionen, die deutliche Anzeichen von Selektion während der Domestizierung aufwiesen. Davon spielten zehn Gene eine Schlüsselrolle bei der Stärkeverdauung und dem Fettstoffwechsel – ein Ergebnis, das die Forscher als Beweis dafür bezeichneten, dass die Anpassungen, die es Hunden ermöglichen, auf einer stärkereichen Ernährung zu gedeihen, „einen entscheidenden Schritt bei der frühen Domestizierung von Hunden darstellten.“1
Die wichtigste Entdeckung war das Gen AMY2B, das für die Amylase der Bauchspeicheldrüse kodiert – das Enzym, das im Dünndarm Stärke in Maltose spaltet. Hunde tragen im Durchschnitt siebenmal mehr Kopien dieses Gens als Wölfe, wodurch sie entsprechend mehr Amylase produzieren und eine weitaus effizientere Stärkeverdauung ermöglichen.1 Aber die Anpassung ist noch nicht zu Ende. Die Selektion zielte auch auf MGAM (das Maltose in Glukose umwandelt) und SGLT1 (das Glukose durch die Darmmembran transportiert) ab, was bedeutet, dass ein ganzer Stoffwechselweg für die Kohlenhydratverdauung während der Domestizierung umgestaltet wurde.1
Spätere Forschungen bestätigten das Ausmaß dieser Veränderung. Arendt und Kollegen (2014) wiesen nach, dass die Amylaseaktivität direkt mit der AMY2B-Kopienzahl korreliert, wodurch eine funktionelle Verbindung zwischen Genduplikation und Verdauungseffizienz hergestellt wurde.2 Spätere Arbeiten an Balkanrassen ergaben jedoch, dass diese Korrelation nicht einheitlich für alle Populationen gilt, was darauf hindeutet, dass zusätzliche Faktoren jenseits der Kopienzahl die funktionelle Amylaseleistung beeinflussen.¹⁵ Ollivier und Kollegen (2016) zeigten mit Hilfe alter DNA-Analysen, dass die Ausweitung der AMY2B-Kopienzahl vor mindestens 7.000 Jahren in frühen bäuerlichen Gemeinschaften in Europa und Südwestasien begann – was die Forscher als „eine biokulturelle Koevolution von Hundegenen und menschlicher Kultur“ bezeichneten.3
Freedman und Kollegen (2016) wiesen dann anhand globaler Stichproben nach, dass die AMY2B-Kopienzahl bei Hunden aus Regionen mit einer langen Geschichte der Landwirtschaft signifikant höher ist als bei Hunden aus historisch nicht-landwirtschaftlichen Populationen (wie Dingos und einigen arktischen Rassen). 4 Dies bestätigte, dass die Anpassung durch Ernährungsdruck und nicht durch zufällige Drift verursacht wurde und dass sie sich parallel zu den landwirtschaftlichen Praktiken des Menschen verbreitet hat. In jüngerer Zeit bestätigten Katica und Kollegen (2025) dieses Muster bei acht einheimischen Hunderassen des Balkans – einer der frühesten landwirtschaftlichen Regionen Europas – und fanden einen Mittelwert von 12,4 AMY2B-Kopien, wobei 92 % der Hunde zehn oder mehr Kopien trugen.¹⁵
Dies ist ein wichtiger Punkt, der in der „Hunde sind Fleischfresser“-Erzählung oft übersehen wird. Der genetische Nachweis zeigt, dass es bei der Domestizierung nicht nur um das Verhalten ging. Es war zum Teil auch eine Ernährungsrevolution. Hunde, die effizient Energie aus der stärkehaltigen Nahrung in der Umgebung menschlicher Siedlungen gewinnen konnten, hatten einen Überlebensvorteil – und die natürliche Selektion belohnte sie dafür.
Das Mikrobiom: Der ballaststoffverarbeitende Partner Ihres Hundes
Die Verdauung von Stärke ist nur die Hälfte der Geschichte. Die genetische Maschinerie von Hunden verarbeitet einfache Kohlenhydrate über den AMY2B-Stoffwechselweg, aber was ist mit den komplexen Pflanzenfasern – Zellulose, Hemizellulose, resistente Stärke und die vielfältigen Polysaccharide, die in ganzen Pflanzen enthalten sind?
An dieser Stelle übernimmt das Mikrobiom die Führung.
In January 2026, researchers at the Waltham Petcare Science Institute published the most comprehensive mapping of the canine gut microbiome to date.5 Using 501 faecal samples from 107 dogs across the USA and Europe, Castillo-Fernandez and colleagues identified 240 core bacterial species that account for over 80% of the healthy canine gut microbiome — including 89 entirely new species and 10 previously unknown genera. Previous reference databases captured only about 25% of canine metagenomic reads; the new catalogue achieves mapping rates of up to 95%.5
Das auffälligste Ergebnis der Studie betrifft jedoch die Funktionsfähigkeit dieser Bakterien.
Das enzymatische Arsenal
The researchers documented an extraordinary carbohydrate-processing capacity within the canine microbiome: an average of 71 carbohydrate-active enzymes (CAZymes) per bacterial species.5 To put this in perspective, dogs themselves have limited genetic capacity for breaking down complex carbohydrates. Their gut bacteria have no such limitation.
In der Studie wurden spezifische Bakterienpopulationen gefunden, die in der Lage sind, das Produkt abzubauen:
| Pflanzensubstrat | % der Spezies | Gefunden in |
| Chitin | 75% | Pilze, Insekten, Schalen von Krustentieren |
| Hemicellulose / Xylan | 37% | Pflanzliche Zellwände, Getreide, Gemüse |
| Zellulose | 36% | Alle pflanzlichen Zellwände |
| Stärke | 22% | Körner, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse |
Quelle: Castillo-Fernandez J, et al. Mikrobiom. 2026;14(1):25.5
The researchers described this as evidence of “a strong host reliance on the commensal bacteria of the gut to perform this critical metabolic function.”5 In other words, dogs and their microbiomes have co-evolved. The bacteria provide the enzymatic machinery that dogs lack — turning complex plant fibres into compounds the dog’s body can use.
Was das Mikrobiom aus Pflanzenfasern herstellt
Die eigentliche Bedeutung der Ballaststoffverdauung liegt nicht im Abbau selbst, sondern in dem, was bei diesem Prozess entsteht.
When gut bacteria ferment dietary fibre, the primary products are short-chain fatty acids (SCFAs): acetate, propionate, and butyrate. The Waltham study found that 37.5% of canine gut species possess butyrate-producing capacity — a figure that rises to 45.6% when measured by abundance.5 This means that nearly half of the bacterial biomass in a healthy dog’s gut is actively generating butyrate from dietary fibre.
In der Studie wurden auch 34 neue Butyrat-produzierende Arten identifiziert, die fast 25 % des Gesamtbestandes des gesunden Mikrobioms ausmachen.5 Dies sind keine unbedeutenden Akteure. Sie sind architektonisch von zentraler Bedeutung für die Funktionsweise des Hundedarms.
Butyrat ist nicht nur ein Abfallprodukt der Gärung. Es ist ein starkes Signalmolekül mit weitreichenden Wirkungen:
Gut barrier integrity. Butyrate is the primary fuel source for colonocytes (the cells lining the large intestine), maintaining the tight junctions that prevent bacterial translocation and “leaky gut.”8
Immune regulation. SCFAs modulate inflammatory responses, helping maintain tolerance to harmless antigens while preserving vigilance against genuine threats. The Waltham researchers noted that the gut microbiome contributes to “essential host metabolic function, immune system education, and pathogen protection.”5
Anti-inflammatory signalling. Butyrate has been shown to suppress pro-inflammatory cytokines and support regulatory T-cell development, with implications for conditions ranging from inflammatory bowel disease to allergic responses.7,8
Metabolische Gesundheit. Propionat und Acetat tragen zur Glukoseregulierung und zum Fettstoffwechsel bei, und es gibt immer mehr Belege dafür, dass SCFA-Profile mit dem Gewichtsmanagement und der metabolischen Belastbarkeit in Verbindung stehen.8
This relationship between fibre and SCFA production has been confirmed in intervention studies. Middelbos and colleagues (2025), in a study published in mSystems, demonstrated that dietary fibre composition directly shapes both the canine gut microbiome and its metabolic output.6 Dogs fed high-fibre, low-starch diets showed significant enrichment of Butyricicoccus pullicaecorum and Bacteroidetes species, with corresponding increases in butyric and propionic acid production. The researchers found that the association between beneficial SCFAs and insoluble fibre intake was strongest in the high-fibre dietary group, confirming that fibre diversity in the diet translates directly to metabolic benefit in the gut.6
Earlier work by Pilla and Suchodolski (2021), published in Veterinary Clinics of North America, established that different fibre sources produce distinct microbiome responses.7 Beet pulp increases Firmicutes abundance and triples Faecalibacterium levels. Inulin-type fructans increase SCFAs including acetate, butyrate, and propionate while reducing pathogenic Enterobacteriaceae. Potato fibre and soybean husk enrich fibre-fermenting Firmicutes groups.7 The pattern is consistent: the more diverse the fibre sources, the more diverse and resilient the microbial community.
For evidence-based review see the following article – Plant-Based Dog Food: The Peer-Reviewed Evidence on Gut Health, Digestibility, and Longevity
Zwei Systeme, ein Zweck: Das vollständige Bild der Verarbeitung von Pflanzen für Hunde
Wenn Sie die Erkenntnisse aus dem Genom und dem Mikrobiom kombinieren, ergibt sich ein klares Bild davon, wie Hunde pflanzliche Inhaltsstoffe durch zwei sich ergänzende Systeme verarbeiten:
| Wirtsverdauung (hundeeigene Enzyme) | Mikrobielle Verdauung (Darmbakterien) | |
| Primäre Substrate | Stärke, Einfachzucker | Cellulose, Hemicellulose, resistente Stärke, komplexe Fasern |
| Schlüsselenzyme | AMY2B (Amylase), MGAM, SGLT1 | 71 CAZyme pro Bakterienart (Durchschnitt) |
| Produkte | Glukose (direkte Energie) | SCFAs (Butyrat, Propionat, Acetat), Vitamine, Immunsignale |
| Evolutionärer Ursprung | AMY2B Genduplikation (~7.000+ Jahre) | Co-Evolution mit dem Hundewirt über Jahrtausende |
| Auswirkungen auf die Ernährung | Hunde verdauen Stärke 5× effizienter als Wölfe | Faservielfalt unterstützt mikrobielle Vielfalt und SCFA-Produktion |
Diese duale Systemarchitektur erklärt, warum eine pflanzenreiche Ernährung für Hunde so effektiv sein kann. Das Wirtsgenom verarbeitet die Stärke.1 Das Mikrobiom kümmert sich um die Fasern.5 Und die Produkte der mikrobiellen Fermentation – SCFAs, Vitamine, immunmodulierende Verbindungen – wirken sich über mehrere Organsysteme auf die Gesundheit des Wirtes aus.5,6,7
Was die Forschung über Gesundheitsergebnisse zeigt
Wenn Hunde genetisch und mikrobiell so ausgestattet sind, dass sie pflanzliche Inhaltsstoffe verarbeiten können, stellt sich logischerweise die Frage, ob sich dies auch in tatsächlichen Gesundheitsergebnissen niederschlägt.
Immer mehr von Experten begutachtete Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass dies der Fall ist.
Brown und Kollegen (2009) führten die erste kontrollierte Studie über eine fleischfreie Ernährung bei trainierenden Hunden durch. Zwölf Siberian Huskies, die an Sprintrennen teilnahmen, wurden 16 Wochen lang entweder mit einer fleischbasierten oder einer pflanzlichen Ernährung gefüttert, davon 10 Wochen bei Wettkämpfen. Die hämatologischen Ergebnisse aller Hunde lagen durchgehend im Normbereich, und der Tierarzt bewertete alle Hunde als in ausgezeichneter körperlicher Verfassung. Kein Hund entwickelte eine Anämie.9 Diese im British Journal of Nutrition veröffentlichte Studie war die erste, die zeigte, dass eine sorgfältig ausgewogene fleischfreie Ernährung normale hämatologische Werte bei trainierenden Hunden aufrechterhalten kann – selbst bei sportlichen Wettkämpfen.9
Linde and colleagues (2024) published the longest and most comprehensive study of plant-based canine nutrition to date in PLOS ONE. Over 12 months, clinically healthy adult dogs maintained all clinical, nutritional, and haematological health markers when fed a commercially available plant-based diet.10 The researchers confirmed that “clinically healthy adult dogs maintain health when fed a nutritionally complete, commercially available, plant-based diet with pea protein as a main ingredient over a twelve-month period.”10
Knight und Kollegen (2024) untersuchten in der größten Studie dieser Art, die in Heliyon veröffentlicht wurde, 2.536 Hunde, die mindestens ein Jahr lang mit konventionellem Fleisch, rohem Fleisch oder veganer Ernährung ernährt wurden. Nach Kontrolle der demografischen Faktoren wiesen Hunde, die sich vegan ernährten, die geringste Prävalenz von Gesundheitsstörungen auf (36%), verglichen mit Hunden, die sich mit rohem Fleisch (43%) oder konventionellem Fleisch (49%) ernährten, wobei die Risikoreduktion bei sieben allgemeinen Gesundheitsindikatoren zwischen 14,4% und 51,3% lag.11
Liversidge, Dodd und Kollegen (2023), die in Frontiers in Animal Science veröffentlichen, untersuchten die Makronährstoff-Verdaulichkeit von pflanzlicher gegenüber tierischer Nahrung bei gesunden erwachsenen Hunden im Kundenbesitz. Sie fanden keine signifikanten Unterschiede in der offensichtlichen Verdaulichkeit der Nährstoffe im gesamten Verdauungstrakt zwischen den beiden Futtertypen und bestätigten damit, dass richtig formulierte pflanzliche Futtermittel in Bezug auf die Makronährstoffaufnahme mit fleischbasierten Futtermitteln vergleichbar sind.12
Roberts and colleagues (2023), in Translational Animal Science, analysed amino acid digestibility in plant-based dog foods using precision-fed cecectomised rooster assays — the gold standard methodology. The majority of essential amino acids had digestibility values exceeding 80%, with most being comparable to a conventional chicken-based diet.13
Eine systematische Übersichtsarbeit von Domínguez-Oliva und Kollegen (2023), die in der Fachzeitschrift Veterinary Sciences veröffentlicht wurde, bewertete alle verfügbaren Erkenntnisse über vegane Ernährung für Hunde und Katzen. Die Gutachter kamen zu dem Schluss, dass es „keine überwältigenden Beweise für nachteilige Auswirkungen der Verwendung dieser Diäten gibt und dass es einige Hinweise auf Vorteile gibt.“14
Warum Glasfaservielfalt wichtig ist
The Waltham study revealed something that has direct practical implications for how we formulate dog food: different bacterial species break down different substrates.5 A microbiome dominated by starch-processing bacteria is not the same as one with strong cellulose or hemicellulose capacity. Diversity of fibre sources in the diet supports diversity in the microbial community — and a diverse microbiome is a resilient microbiome.5,6
This is why Bonza uses a range of plant ingredients rather than relying on a single protein or fibre source. When a diet includes chicory root (rich in inulin), sweet potato (providing resistant starch and soluble fibre), pumpkin (soluble and insoluble fibre), hemp (omega-rich fibre), and other diverse plant sources, it feeds different microbial populations — each contributing their own enzymatic toolkit and metabolic products.6,7
Die Daten von Waltham quantifizieren dieses Prinzip. Mit 240 Kernspezies, von denen jede durchschnittlich 71 CAZyme trägt, ist das Darmmikrobiom von Hunden auf Substratvielfalt ausgelegt.5 Eine eintönige Ernährung nutzt diese Fähigkeit nur unzureichend aus. Eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung nutzt sie voll aus.
Wie Sie die pflanzliche Verarbeitungskapazität Ihres Hundes unterstützen
Sechs evidenzbasierte Schritte, um die Fähigkeit Ihres Hundes zu optimieren, pflanzliche Zutaten zu verdauen und davon zu profitieren, indem sowohl sein genetischer Stärkeverdauungsweg als auch sein ballaststofffermentierendes Darmmikrobiom unterstützt werden.
- Choose a nutritionally complete, commercially formulated plant-based diet.
Die Forschung zeigt immer wieder, dass die Gesundheitsergebnisse von der richtigen Zubereitung abhängen, nicht nur von der Abwesenheit von Fleisch.10,14 Achten Sie auf Nahrungsmittel, die den FEDIAF- oder AAFCO-Nährwertrichtlinien entsprechen und überprüfte essentielle Aminosäureprofile aufweisen.
- Priorisieren Sie die Vielfalt der Fasern.
Verschiedene Faserarten ernähren unterschiedliche Bakterienpopulationen.5,6 Eine Ernährung, die mehrere pflanzliche Inhaltsstoffe enthält – Getreide, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse, Samen und Präbiotika wie Chicoréewurzel – unterstützt ein breiteres, widerstandsfähigeres Mikrobiom als eine Ernährung, die sich auf eine einzige Faserquelle stützt.
- Enthalten Sie präbiotische Zutaten.
Inulin-type fructans (found in chicory root), fructo-oligosaccharides, and mannan-oligosaccharides have been shown in peer-reviewed canine research to increase SCFA production, support beneficial bacterial populations, and reduce pathogenic species.7
- Gehen Sie allmählich über.
Das Darmmikrobiom passt sich mit der Zeit an eine veränderte Ernährung an. Wenn Sie eine pflanzliche Ernährung einführen, sollten Sie den Anteil der neuen Lebensmittel über 7-10 Tage hinweg schrittweise erhöhen. So können sich die ballaststofffermentierenden Bakterienpopulationen als Reaktion auf die neuen Substrate ausbreiten.
- Beobachten Sie die Reaktion Ihres Hundes.
Eine gesunde Stuhlqualität, ein gleichmäßiges Energieniveau, ein guter Fellzustand und ein gleichbleibendes Körpergewicht sind praktische Indikatoren dafür, dass sich das Mikrobiom gut anpasst.10 Tierärztliche Untersuchungen, einschließlich Blutuntersuchungen, können zusätzliche Sicherheit für eine angemessene Ernährung bieten.
- Unterstützen Sie das Mikrobiom direkt.
Probiotics (such as Bacillus velezensis/subtilis strains like Calsporin®) and postbiotics (such as heat-killed Lactobacillus helveticus HA-122 und TruPet®) can provide additional support for gut health, particularly during dietary transitions or after antibiotic use.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Hunde verfügen über zwei sich ergänzende Systeme zur Verarbeitung pflanzlicher Inhaltsstoffe. Ihr eigenes Genom enthält erweiterte Kopien des AMY2B-Gens (im Durchschnitt siebenmal mehr als bei Wölfen), was eine effiziente Stärkeverdauung ermöglicht.1,2 Ihr Darmmikrobiom stellt zusätzlich 71 kohlenhydrataktive Enzyme pro Bakterienart bereit, die in der Lage sind, Zellulose, Hemizellulose und andere komplexe Pflanzenfasern abzubauen.5
Hunde benötigen bestimmte Nährstoffe – Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralien – und nicht nur bestimmte Zutaten. Von Experten begutachtete Untersuchungen haben gezeigt, dass eine richtig zusammengestellte pflanzliche Ernährung alle diese Nährstoffanforderungen erfüllen kann. In einer 12-monatigen klinischen Studie wurde festgestellt, dass Hunde mit einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung völlig gesund bleiben10, während eine systematische Überprüfung keine überwältigenden Beweise für schädliche Auswirkungen einer gut formulierten veganen Ernährung ergab.14 Der genomische Nachweis bestätigt, dass sich Hunde von der streng fleischfressenden Ernährung ihrer Wolfsvorfahren weg entwickelt haben.1,4
Hunde gehören zur Ordnung der Fleischfresser (Carnivora), aber das ist eine taxonomische Klassifizierung, keine Ernährungsvorschrift – die Ordnung umfasst auch Pandas, die fast ausschließlich Pflanzenfresser sind. Die Genomforschung hat 36 Regionen des Hundegenoms identifiziert, die während der Domestikation umgestaltet wurden, darunter zehn Gene, die direkt an der Stärkeverdauung und dem Fettstoffwechsel beteiligt sind.1 Dies in Verbindung mit der außergewöhnlichen Fähigkeit ihres Darmmikrobioms zur Verarbeitung von Kohlenhydraten5stuft Hunde als fakultative Fleischfresser mit starken omnivoren Anpassungen ein – was bedeutet, dass sie bei richtiger Ernährung mit einer Reihe von Nahrungsmitteln gedeihen können.
Kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) – hauptsächlich Butyrat, Propionat und Acetat – werden produziert, wenn Darmbakterien Ballaststoffe fermentieren. Butyrat ist die primäre Energiequelle für die Zellen, die den Dickdarm auskleiden, und spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Darmbarriere, der Regulierung von Immunreaktionen und der Reduzierung von Entzündungen.7,8 Die Studie des Waltham-Katalogs ergab, dass 37,5 % der Darmspezies bei Hunden Butyrat produzieren können, wobei die Menge auf 45,6 % ansteigt, was die SCFA-Produktion zu einer Kernfunktion des gesunden Mikrobioms bei Hunden macht.5
Untersuchungen mit Hilfe von Goldstandard-Verdaulichkeitstests haben gezeigt, dass die meisten essentiellen Aminosäuren in pflanzlicher Hundenahrung eine Verdaulichkeit von über 80% aufweisen, wobei die meisten mit herkömmlicher Hühnerkost vergleichbar sind.13 In einer separaten Studie, in der pflanzliche und tierische Futtermittel bei Hunden von Kunden verglichen wurden, wurden keine signifikanten Unterschiede in der Verdaulichkeit der Makronährstoffe zwischen den beiden Futtertypen festgestellt.12
Die erste kontrollierte Studie über eine fleischfreie Diät bei trainierenden Hunden umfasste Sprintrennen mit Siberian Huskies, die über einen Zeitraum von 16 Wochen, einschließlich 10 Wochen Rennen, durchgeführt wurden. Alle Hunde wiesen normale hämatologische Werte auf, waren in hervorragender körperlicher Verfassung und das Team belegte von neunundzwanzig Teilnehmern den vierten Platz in der nationalen Rangliste.9 Weitere Forschungen zu extremen Ausdauerszenarien sind zwar willkommen, aber diese Studie zeigt, dass eine ernährungsphysiologisch ausgewogene pflanzliche Ernährung die sportliche Leistung von aktiven Wettkampfhunden unterstützen kann.
Der Waltham-Katalog stellt die bisher umfassendste Kartierung des Darmmikrobioms von Hunden dar. Anhand von 501 Kotproben von 107 Hunden wurden 240 Kernbakterienarten, 89 neue Arten und 10 neue Gattungen identifiziert.5 Frühere Datenbanken erfassten nur etwa 25 % der bakteriellen Spuren im Darm von Hunden; dieser Katalog erreicht bis zu 95 %. Entscheidend ist, dass die Fähigkeit des Mikrobioms zur Verarbeitung von Pflanzenfasern quantifiziert wurde. Dabei wurden durchschnittlich 71 kohlenhydrataktive Enzyme pro Spezies nachgewiesen – der bisher stärkste Beweis dafür, dass Hunde bei der Verdauung komplexer pflanzlicher Bestandteile auf ihre Darmbakterien angewiesen sind.5
Die Quintessenz
Die Frage „Können Hunde pflanzliche Zutaten verdauen?“ ist von der Wissenschaft umfassend beantwortet worden. Hunde besitzen einen genetisch erweiterten Weg zur Verdauung von Stärke, der aus der jahrtausendelangen Koevolution mit dem landwirtschaftlichen Menschen stammt1,2,3,4und ein Darmmikrobiom, das ein außergewöhnliches enzymatisches Arsenal von 71 CAZymen pro Spezies besitzt, die in der Lage sind, alle wichtigen Klassen von Pflanzenfasern abzubauen.5
Das ist keine Umgehung oder ein Kompromiss. Das Verdauungssystem von Hunden ist so aufgebaut, dass es funktioniert.
Die Forschung zu den Gesundheitsergebnissen unterstreicht diesen Punkt. Hunde, die mit richtig zusammengestellter pflanzlicher Nahrung gefüttert werden, behalten ihre hämatologische Gesundheit, ihren Ernährungszustand und ihr klinisches Wohlbefinden – mit zunehmenden Belegen für Vorteile bei verschiedenen Gesundheitsindikatoren.9,10,11,14
Die eigentliche Frage ist nicht, ob Hunde pflanzliche Zutaten verarbeiten können. Es geht darum, ob wir ihnen die Vielfalt an pflanzlichen Zutaten bieten, die es ihrem Mikrobiom ermöglicht, das zu tun, wofür es sich entwickelt hat.
Referenzen
Redaktionelle Informationen
| Veröffentlicht | Februar 2026 |
| Zuletzt aktualisiert | Februar 2026 (ursprüngliche Veröffentlichung) |
| Zuletzt überprüft | Februar 2026 |
| Nächster Überprüfungstermin Überprüft von | August 2026 Veterinary Advisory Board |
| Autor | Glendon Lloyd, Dip. Canine Nutrition (Dist.), Dip. Dog Nutrigenomics (Dist.), Gründer, Bonza |
| Medizinischer Haftungsausschluss | Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine tierärztliche Beratung dar. Wenden Sie sich bei Entscheidungen über die Ernährung und Gesundheit Ihres Hundes immer an einen qualifizierten Tierarzt. |
Glendon Lloyd is the founder of Bonza. He holds Diplomas in Dog Nutrigenomics and Canine Nutrition (both with Distinction) and is a SFTR accredited member. He is committed to advancing evidence-based canine nutrition through continuous study of peer-reviewed research. His expertise spans evidence-based canine nutrition, nutrigenomics, and the connections between diet, the gut microbiome, and long-term health outcomes.
Through the Bonza Health Hub for Dogs, Glendon shares evidence-based articles on preventative canine health, making complex nutritional science accessible to dog owners seeking to make informed decisions about their companions’ wellbeing.
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